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![]() NEDA - DER RUF Uraufführung, Oper von Nader Mashayekhi Libretto von Nadja Kayali und Angelika Messner Starkes Medieninteresse zu der Uraufführung! Unter anderem berichten arte (journal), Deutschlandradio, Deutsche Welle und 3sat (Kulturzeit)! Bislang trat der persische Dichter Nizami (1141-1209) im Zusammenhang mit Oper vor allem bei der Quellenforschung zu TURANDOT in Erscheinung, denn die Geschichte der stolzen und grausamen Prinzessin entstammt ursprünglich seinen SIEBEN GESCHICHTEN DER SIEBEN PRINZESSINNEN. Neben Turandot hat Nizami in seinen Dichtungen aber noch viele andere Frauen geschildert, die nicht nur schön und stolz, sondern auch stark und weise sind; Frauen, die durch ihre Klugheit und Seelentiefe die Männer, die ihnen mit Hochmut und Verachtung begegnen, zum Besseren wandeln – nicht ohne selbst dabei große Opfer zu bringen. Das hat Librettistinnen Nadja Kayali und Angelika Messner und den iranischen Komponisten Nader Mashayekhi dazu inspiriert, eine Oper über den Dichter und die Art, wie er diese Frauen erfand, zu schreiben: über seine Liebe zu einer stolzen und weisen Sklavin und über die Widerstände, auf die sie – bis hin zum Tod der Frau – stoßen. Eine märchenhafte Geschichte, die das Handeln der Sklavin und des Dichters in seinen Literaturheldinnen Turandot, Nushabe und Fitna spiegelt und die den Blick auf die Lebensumstände von Frauen lenkt – damals ebenso wie heute. Erstmals wird eine iranische Oper in Deutschland uraufgeführt. Das Osnabrücker Theater zeigt am Samstag (13. März) die Oper «Neda - Der Ruf» des iranischen Komponisten Nader Mashayekhi. Vorlage für das Stück ist Apak, die Sklavin des persischen Dichters Nizami (1141-1205). Der Titel seiner Oper solle an den Tod der Iranerin Neda Agha-Soltan erinnern, sagt Mashayekhi. Sie wurde nach Augenzeugenberichten bei den Protesten nach der iranischen Präsidentschaftswahl im Juni 2009 durch den Pistolenschuss eines Mitglieds der paramilitärischen Basij-Milizen getötet. Die Zusammenarbeit zwischen dem Osnabrücker Theater und Mashayekhi sei auf Anregung der Wiener Dramaturgin und Regisseurin Nadja Kayali entstanden, sagt Regisseurin Carin Marquardt. Mashayekhi selbst ist kein Unbekannter in der niedersächsischen Stadt. Er war bereits mehrfach beim Morgenland-Festival, das Musiker aus dem Orient und dem Okzident zusammenbringt, in Osnabrück. Als Chefdirigent des Teheraner Symphonieorchesters leitete er den Gegenbesuch des Osnabrücker Symphonieorchesters im August 2007 in Teheran mit in die Wege. Von Kayali sei der Vorschlag gekommen, einen Stoff des Dichters Nizami für eine Oper zu bearbeiten, sagt Marquardt. Mashayekhi habe «sehr ungewöhnliche Frauengestalten erschaffen». Auch die Puccini-Oper «Turandot» basiere auf einer Geschichte von Nizami. Kayali und die Autorin Angelika Messner schrieben, basierend auf einer Begebenheit aus dem Leben Nizamis, das Libretto für «Neda», wie Marquardt sagt. Kayali und Messner arbeiteten bereits mit Frank Castorf an der Berliner Volksbühne. Nizami soll einst für eine gelungene Geschichte von einem Fürsten die Sklavin Apak geschenkt bekommen haben, die ihn durch ihr Selbstbewusstsein und ihren Intellekt beeindruckte. Weil diese Eigenschaften Apaks jedoch Männern ein Dorn im Auge waren, vergifteten sie die Frau. Um seinen Kummer zu überwinden, erfand Nizami Frauenfiguren, die sich durch Freiheit und Eigenwillen auszeichneten. «Ich habe versucht, mit meiner Musik die Verzweiflung Nizamis über den Tod Apaks zum Ausdruck zu bringen», sagt Mashayekhi. Persische und europäische Musik gingen in seiner Komposition ineinander über.Der 52 Jahre alte Komponist kann derzeit aber nicht über das Thema Musik reden. «Wie weit wollen sie noch gehen?», fragt er anklagend und erzählt sichtlich erschüttert von der Verhaftung seines Freundes Jafar Panahi und dessen Familie durch iranische Sicherheitsbehörden. Der persische Filmemacher gewann den Film- und Fernsehpreis Goldene Kamera, den Goldenen Löwen des Filmfestivals Venedig und den Silbernen Bären in Berlin. Im Juni wolle er wieder in den Iran zurückkehren, sagt Mashayekhi. «Ich werde dort gebraucht.» Derzeit lebt er in Wien. Seine Studenten würden im Iran wegen Nichtigkeiten von der Polizei schikaniert, sagt er. Was er in Osnabrück tue, werde im Iran als politisches Werk betrachtet. Dies berichteten ihm Freunde aus seiner Heimat, mit denen er über das Internet in Kontakt steht. «Im Iran dürfen Frauen weder öffentlich singen noch zum Gebet rufen», sagt Mashayekhi. Gerde deshalb «wollen wir Frauen eine Stimme geben», sagt Regisseurin Marquardt. Diese Oper sei nicht nur Neda Agha-Soltan gewidmet. Der Name Neda bedeute im Persischen «Ruf» oder «Stimme». Freiheit und Selbstbestimmung von Frauen seien für sie «ein Seismograph für die Qualität einer Gesellschaft». ddp/twr/han Url zum Artikel: http://www.ad-hoc-news.de/deutschland-erstmals-urauffuehrung-einer-iranischen-oper--/de/Boulevard/Musik/21117397 |
Sonntag, 05.02.2012
Start: 12.00 Uhr
Treffpunkt: Bushaltestelle Lintert
Forst, Lintertweg
Route: Eselsweg, Wildparkweg, Brückchenweg, Elsterweg und im Bogen zurück
Strecke: ca. 8 km
Dauer: ca. 2 Stunden
Lernen wir unser Zuhause kennen!

Das aktuelle Buch:
Billard um halb zehn
Roman von Heinrich Böll
Das nächste Treffen:
am 10. März 2012,
18:00 bis 22:00 Uhr
DIFA-Raum im Welthaus
An der Schanz 1, 52064 Aachen
Nächste Runde 2012
ab 28.01.2012
Voranmeldung erforderlich
شنبه، ۲۸ ژانویه ۲۰۱۲
ساعت ۱۸:۳۰ تا ۲۱:۳۰
21:30 - 18:30
(DIFAs Büro)
Welthaus
An der Schanz 1
Beginn: 22.11.2011
Jeweils am Dienstag 18:00-19:30Uhr
im DIFA-Raum
An der Schanz 1
52064 Aachen
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