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Kultur
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Omnipräsent ist der Iran in den Medien, und unter all den Bildern und Schlagzeilen des vergangenen Jahres verliert sich der Blick darauf, dass ein Land nicht nur aus seiner Politik, sondern aus Menschen besteht – und dass wenig Länder in ihrer Sprache und Seele derart mit Dichtung und Literatur verwoben sind wie im Iran. Macht fühlt sich geehrt, den großen Schriftsteller Mahmud Doulatabadi aus Teheran zu Gast zu haben, begleitet von seinem Übersetzer, dem ebenso namhaften iranisch-deutschen Autor und Publizisten Bahman Nirumand; sowie den Hamburger Schriftsteller und Lyriker Mahmood Falaki mit seiner aktuellen Novelle.
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Aachen
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Der peruanische Priester Marco Arana und der Duisburger Pfarrer Austen Peter Brandt haben am 1. September 2010 den Aachener Friedenspreis erhalten. Beide setzten sich mit ihrer Arbeit für die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte von Menschen ein, hieß es bei der Preisverleihung in der Aachener Aula Carolina zur Begründung.
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Politik -
Iran
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Oppositionelle in Iran müssen weiterhin mit dem Schlimmsten rechnen, wie das Beispiel der Bloggerin Shiva Nazar Ahari zeigt
Die Nachrichten von der iranischen Opposition sind spärlich geworden. Besucher aus dem Land sprechen von einem Klima der Angst, politische Äußerungen unterlasse man besser. Selten, dass etwas nach außen dringt; nach den Schauprozessen im vergangenen Jahr und den von Karubis gemachten Äußerungen über die körperliche Misshandlungen von verhafteten Oppositionellen im Gefängnis ist es vollkommen still geworden, was das Schicksal der festgenommen Dissidenten angeht.
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Buchtipp
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Cheheltan, Amir Hassan
Teheran Revolutionsstraße
Der Aufstieg eines zwielichtigen Operateurs von Jungfernhäutchen zum Klinikchef, der sich in eine seiner Patientinnen verliebt, ist Ausgangspunkt für ein Sittenbild der iranischen Gesellschaft, deren politische, wirtschaftliche und soziale Zwänge und Verwerfungen ein junges Liebespaar auf grausame Weise scheitern lassen. „Teheran Revolutionsstrasse“, der in Teheran nicht veröffentlichte Roman Cheheltans, porträtiert den unbekannten Alltag von Menschen der Teheraner Megacity.
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Migration & Integration
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Von Reiner Klingholz
Wir wissen nicht, ob es der Plan von Thilo Sarrazin war, die Diskussion um die Zuwanderung nach Deutschland abzuwürgen. Sicher ist, dass seine Streitschrift genau das bewirkt. Denn die Diskutanten hat er in zwei Lager gespalten: in eine parteiübergreifende Entrüstungsfraktion, der sich Personen im öffentlichen Raum nur schwer entziehen können; und in den halböffentlichen Foren-und-Blogger-Stammtisch, der Sarrazin mehrheitlich Beifall zollt. Der Sache dienen beide Fraktionen nicht.
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Menschenrechte
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Liebe Sakineh Ashtiani! Von Mely Kiyak
Ich stelle es mir vor: Ich stehe vor einem iranischen Gericht. Ich werde nicht angehört. Der Richter spricht das Urteil. Die Zelle verwandelt alle Frauen zu Freunden. Mal ist es laut. Dann leise. Manchmal fühle ich Trost. Manchmal bin ich stark und tröste. Manche starren zu sehr. Die Zelle macht aus Freundinnen Feinde.
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Politik -
Nahost
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Es ist Nacht. Tiefste Finsternis. Schwerer Regen. Die Sicht ist gleich Null. Und plötzlich – ein Blitz. Für einen Bruchteil einer Sekunde wird die Landschaft erleuchtet. In diesem Bruchteil einer Sekunde kann die Landschaft um uns herum gesehen werden. Sie ist nicht mehr so wie gewohnt. Die Aktion unserer Regierung gegen die Gaza-Hilfsflotte war solch ein Blitz (Angriff auf die Solidaritätsflotte).
Von Uri Avnery
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